07 | 07 | 2022

Selbst in der ältesten Chronik von Dresden des Anton Weck wird Loschwitz genannt.

Anders Theils aber seynd selbiger Gegenden und zwar nahe der Elbe auf- und unterwarts / die köstlichen Weingebürge / als immermehr im Lande Meißen gelegen / anzutreffen / in welchen / durch Gottes Seegen / jährlich eine große Menge an Weine / ja öfters in einem Jahrwachs / nur auf den Fluhren / so un Dresdnischen Ambtsbezircke gelegen / und nicht des geringsten Theils denen hiesigen Einwohnern zuständig / viel / viel Tausend Eymer gesamlet werden / unter allen selbigen Weingebürgen aber / werden die Kötzschenbrodischen / Lösenitzer / Züschkewitzer / Coßwiger / auch Loschwitzer und Wachwitzer / für die edelsten und besten gehalten.

- Anton Weck, - Der Churfl.-Sächs. weit beruffenen Residentz und Haupt-Vestung Dresden Beschreib- und Vorstellung, Nürnberg 1679

Moritz Lilie bezieht sich in seiner Chronik von Kötzschenbroda hinsichtlich des Weinbaus in Sachsen auf Karl Julius Hofmann: "Erst nach ihrer Unterjochung durch Heinrich I. wurden die ersten Weinstöcke zu Loschwitz und Poyritz angepflanzt."

"Vorzügliche Rebschulen befinden sich auf dem mit den edelsten Reben bepflanzten sogen. Katzensprunge der felsigen, dicht von der Elbe umströmten Proschwitzer Höhe b. Meißen, in Loschwitz und in den Weingärten des Kammerherrn v. Carlowitz in Dresden."

- Karl Julius Hofmann, Das Meissner Niederland in seinen Naturschönheiten und Merkwürdigkeiten oder das sächsische Italien in den Meissner und Dresdner Gegenden mit ihren Ortschaften: Ein Volksbuch für Natur- und Vaterlandsfreunde topographisch-historisch und poetisch dargestellt, Neue Ausgabe, C. Reinhardt, Verlag von Louis Mosche, Meißen 1853

Auf dem rechten Elbufer wird der erzeugte Most größerntheils zur Bereitung des rothen Weines, auf dem linken hingegen meist zu weißen und rothen Weinen verwendet; das Pillnitzer, Loschwitzer, Zitschewitzer, Höhen mittler Lage und Lößnitzer Gebirge geben die anerkannt besten Rothweine, das Spaargebirge den vorzüglichsten blanken Wein; in den Bauerbergen, überhaupt in kleinern Weinbergen keltert man gewöhnlich blaue und blanke Trauben vermengt zu melirten Weinen oder Schiller; die Rothweine sind jetzt seit der häufigen Einführung der französischen ein immermehr gesuchtes Getränk geworden und die Güte dieser Weine zeigt übrigens von den bedeutenden Fortschritten im Rebenbau in neuerer Zeit, schon in der Behandlung bei der Weinlese durch sorgfältiges Sortiren der Trauben vom Stocke weg, besonders aber in der ungemein verbesserten Kellerwirthschaft vorzüglich seit 1834, wodurch die vortheilhafte Veredlung das inländische Geschäft anerkannt den bessern fremden Weinen zur Seiten gestellt werden kann und der Werth des sächs. Weines so wesentlich erhöht worden ist."

- Karl Julius Hofmann, Gedrängte Darstellung der Kulturgeschichte, Chronologie und Statistik des Weinbaues im Königreich Sachsen nebst Übersicht des Elbstromes. Eine vaterländische Skizze als Extrakt aus dem Werke "das Meißner Niederland etc.", Verlag von Louis Mosche, Meißen 1853

 
 

 

 

 

 

 

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