13 | 06 | 2024

Wetter. Der kalten letzten Novemberwoche folgten im Dezember 4 Tage mit leichtem Dauerfrost und 4 Tage mit leichtem Nachtfrost. Die zweite Dekade war deutlich zu warm und regnerisch mit wenig Sonnenstunden. Es folgten 67 Liter ergiebiger Niederschlag bis zum 1. Weihnachtsfeiertag, welcher zu Hochwasser führte. An 21 Tagen fielen insgesamt 90 Liter Niederschlag. Der Dezember war deutlich zu warm.

   Am 6. Januar begann die zweite Frostperiode mit leichtem Nachtfrost. Diese hielt bis 22. Januar mit einer kurzen Unterbrechung Mitte Januar an. Das waren 15 Tage mit Nachtfrösten, davon 4 Tage mit Dauerfrost und diese mit strengem Nachtfrost. Danach stiegen die Temperaturen deutlich an. Der gesammte Februar war deutlich zu warm. An 19 Tagen überschritten die Temperaturen 10 °C. An nur 4 Tagen gab es leichten Bodenfrost. Das Monatsmittel lag bei 7,2 °C. An 20 Tagen fielen 74 Liter Niederschlag.

   Der März war wieder deutlich zu warm. An vier Nächten gab es leichten Bodenfrost. Am 15. März überschritt die Tagestemperatur erstmals die 20 °C. An 9 Tagen fielen nur 10 Liter Niederschlag. Am 30. und 31. März erreichten die Temperaturen noch einmal um die 23 °C. Vom 6. bis 9. April erreichten die Temperaturen sommerliche Temperaturen zwischen 26,1 und 27,5 °C, was dem Austrieb einen enormen Schub gegeben hat. Am 10. April hatte eine Tafeltraube bereits 5 Blätter gebildet. Am 15. April fielen die Temperaturen auf monatstypische Werte und die Nächte wurden kalt.

In der Nacht zum 22. April gab es leichten Bodenfrost, der zu Frostschäden der Triebe am Boden führte. In der Nacht zum 23. April fielen die Temperaturen auf - 3,4 °C und am Boden auf - 4,4 °C. Das hatte verheerende Folgen. Es kam zum Totalausfall der bereits weit ausgetriebenen Triebe. Selbst die Frostruten waren zu 100 % betroffen.
   37 Jahre hat der Spätfrost einen großen Bogen um das Lingnerschloss gemacht. Die Dresdner Heide und die Nähe zur Stadt Dresden waren mächtige Beschützer. Aber gegen den Strahlungsfrost mit diesen Temperaturen war auch dies keine Hilfe.

 Am 26. April endete die sehr kühle Phase, welche das Monatsmittel um 5 °C drückte. Am 30. April wurde es mit 29 °C sommerlich warm. An 13 Tagen fielen 30 Liter Niederschlag. Auch die ersten beiden Maitage war es warm. Danach kühlte es ab und blieb wechselhaft, sonnig und immer mal regnerisch. In der letzten Dekade wurde es gewittrig mit größeren Niederschlägen. An 15 Tagen vielen 80 Liter Niederschlag. Der Mai war wieder zu warm.

Vegetation. Am 9. Februar war der Beginn der Teppichbildung des Nickender Milchstern festzustellen, am 21. Februar war er ausgebildet und am 20. März blühten die Ersten an der Mauer. Ende März war der Kerner und kurz darauf der Riesling in der Wolle. Am 6. April zeigte der Riesling das erste Grün und am 8. Aprril war er im Dreiblattstadium. Die ersten Gescheine waren ausgebildet. Der Nickender Michstern war schon verblüht. Am 18. April waren schon 7 Blätter ausgebildet. Am 23. April erzeugte ein Spätfrost mit Totalausfall einen Reset. Bereits zwei Tage später haben die ersten Beiaugen mit dem Austrieb begonnen. Danach gestalte sich der Austrieb sehr unterschiedlich, von stark bis verhalten. Ende Mai waren die ersten Triebe im obersten Doppeldraht angelangt.
Tröpfchenbewässerung. Der Niederschlag am 10. April war der erste Niederschlag seit Ende Februar.
  10.04. 18.04. 18.04. 20.04. 06.05. 14.05. 14.05. 22.05. 28.05. 02.06.  Summe
Tage 2     2 4     5 5 3  
Niederschlag [L/m2] 11,6     10,6 15,0     18,2 33,2 19,0  
Reihen   6u 6o     6o 6u        
Bewässerung [m3]   5,5 6,2     8,8 7,6       27,3
Elbe Pegel in Dresden. Heiligabend erreichte der Pegel in Dresden 4 Meter, Alarmstufe 1, am 1. Weihnachtsfeiertag 5 Meter, Alarmstufe 2, und am 29. Dezember 595 Zentimeter und verpasste die Alarmstufe 3, um dann wieder bis 2. Januar auf 410 Zentimeter zu fallen. Am 4. Januar erreichte der Pegel wieder 5 Meter und Alarmstufe 2 und am 6. Januar mit 567 Zentimeter den Scheitel, um bis 22. Januar wieder auf 248 Zentimeter abzusinken. Aufgrund der Schneeschmelze stieg er bis 27. Januar wieder bis auf 338 Zentimeter an, fiel dann wieder bis 2. Februar auf 252 Zentimeter, um dann wieder bis 14. Februar auf 484 Zentimeter anzusteigen. Am 28. Februar unterschritt er kurz 3 Meter. Mitte März unterschritt der Pegel 2 Meter. Vom 7. Mai bis 20. Mai pendelte der Pegel um die 1 Meter. Am 31.Mai überschritt der Pegel wieder 2 Meter und am 4. Juni 3 Meter, um am 9. Juni wieder unter 2 Meter zu fallen.
Befallsdruck. Am 20. März startete ein Dienstleister den Messflug einer Drohne und fotografierte das Gelände des Weinberges. Am PC wird daraus mit einer Spezialsoftware der Flug einer Drohne mit Pfanzenschutzmitteln vorbereitet. Am 23. Mai wurde das erste Mal Pflanzenschutz mit einer Drohne ausgeführt und am 5. Juni das zweite Mal.

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