Erstellt: Montag, 23. Dezember 2019 11:10

Wetter. Im Dezember fielen an 18 Tagen leichte Niederschläge. Allerdings fielen nur 23 Liter Niederschlag. Das Jahresdefizit erhöhte sich auf ein Minus von 81 Liter Jahresniederschlag. Der Dezember war wiederum um 3,4 °C und das Jahr 2019 um 2,2 °C zu warm.

Im Januar fielen an 15 Tagen leichte Niederschläge, die sich aber auf nur 21 Liter summierten. Es gab an 15 Tagen leichten Nachtfrost, aber keinen Dauerfrost. Es war 3,6 ° C zu warm. Der Februar war der vierte dunkle Monat in Folge. Es regnete an 4 Tagen nicht. Der Niederschlag summierte sich auf 98 Liter. Es gab an nur 2 Tagen leichter Nachtfrost. Mit 6,0 °C war der Monat Februar um 5,4 °C zu warm.
 
In den ersten zwei Dekaden im März kletterten die Temperaturen an zehn Tagen über 10 °C und an fünf Tagen über 15 °C. In der dritten Dekade wurde es kalt. Das Thermometer sank am auf die kältesten Temperaturen in diesem Winter im Frühjahr, auf minus 6,6 °C am 24. März. Zehn Nächte mit Frost in der dritten Dekade drückten die monatliche Temperaturabweichung von + 2,8 °C auf + 1,4 °C. Es fielen 36 Liter Niederschlag. Der April startete mit zwei Tage mit Nachtfrösten, um dann frühlingshafte Temperaturen zu erklimmen. Nach Ostern Mitte April kühlte es noch einmal deutlich ab mit leichtem Bodenfrost, der keinen Schaden anrichtete. Danach stiegen die Temperaturen ständig an, um am 28. April den ersten sommerlichen Tag mit 25,6 °C zu erreichen. Die letzten zwei Apriltage regnet es noch einmal. An insgesamt nur drei Tagen mit Regen fielen nur 5,2 Liter Niederschlag. Der April war 2,6 °C zu warm. Der Mai begann wechselhaft und zu kalt. So blieb es im Mai mit kurzen warmen Unterbrechungen. Die Eisheiligen brachten am 12 Mai in den Morgenstunden - 0,5 °C Frost und - 1,7 °C Bodenfrost, der zu leichten Frostschäden führte. An 11 Regentagen fielen 57 Liter Niederschlag. Im Mai stiegen die Temperaturen nur an 9 Tagen über 20 °C und erreichte an keinem Tag sommerliche Temperaturen. Der Monat war 1,3 °C zu kalt. Im April war Maiwetter und im Mai Aprilwetter.
 

Auch die Schafskälte traf dieses Jahr pünktlich in der 1. Junidekade ein. Den ganzen Monat Juni blieb es wechselhaft. Den ersten hochsommerlichen Tag gab es am 13. Juni mit 31,7 °C. An 18 Tagen fielen insgesamt 54 Liter Niederschlag. Der Juli startete in der ersten Dekade in eine warme Phase, um dann deutlich abzukühlen. Die dritte Dekade war dann wieder eine warme Phase. An 17 Tagen stiegen die Temperaturen auf sommerliche Werte über 25 °C und an 3 Tagen auf hochsommerliche Werte über 30 °C. Dennoch war der Juli nur 1,1 °C zu warm. An 12 Regentagen fielen nur 32 Liter Niederschlag. Am 7. August begann die erste hochsommerliche Hitzewelle des Jahres mit Temperaturen über 30 °C, davon ein Wüstentag mit über 35 °C.

Datum 07.08. 08.08.                    
max. Temp. [°C] 33,4 35,4                

 
Vegetation. Am 8. März blutete der Kerner der Mauerreihe beim Rebschnitt, der Riesling aber noch nicht. Eine Woche später bluteten alle Reben. Anfang April blühten die ersten Nickender Michstern und am 8. April war es ein Teppich. Am Karfreitag, den 10. April, waren die Reben in der Wolle und schon am Ostermontag war der Austrieb vollzogen und das erste Grün zu sehen. Am 18. April war der Nickender Milchstern verblüht. Am 19. April waren die ersten Gescheine sichtbar. Die warmen Temperaturen führten zu einem raschen aber unregelmäßigem Wachstum der Triebe. So blieb es auch im Mai. Am 3. Juni begann die Blüte in der Mauerreihe. Am 11. Juni begann die Blüte des Rieslings in den Reihen. Ende der zweiten Dekade war die Blüte beendet. Am 22. Juni waren die Beeren in der Mauerreihe schrotkorngroß. Ende Juni waren die Triebe der wüchsigen Reben im obersten Doppeldraht angekommen. Die Beerengröße hatte sich sehr unterschiedlich entwickelt, von schrotkorngroß, erbsengroß bis kurz vor Traubenschluß. Die Neupflanzungen entwickelten sich normal. Ende Juli begannen die ersten Trauben sich zu schließen

Tröpfchenbewässerung. Die Niederschlagsdefizite vom November 2019 bis Januar 2020 wurden durch einen sehr niederschalgsreichen Februar ausgeglichen. Der März erreichte fast das Monatssoll. Der April war deutlich zu trocken. Ende Juni hatte ich an alle 13 Tropfschläuche Absperrhähne montiert. So konnte ich einzelne Reihen gezielt bewässern. Das sind die kleineren Mengen.

[m3] 23.04. 05.05. 11.05. 25.05. 01.06. 07.06. 14.06. 29.06. 03.07. 11.07. 16.07. 23.07. 25.07. 30.07. Summe
Tage   4 2 4   6 2 6 2   2        
Niederschlag   10,00 20,60 20,20   22,80 11,60 13,80 3,00   17,20        
Bewässerung 13,01       10,14     4,22 21,33 8,49   11,48 4,43 5,46 78,56
                               
[m3] 02.08. 06.08. 08.08                        
Tage 1                            
Niederschlag  13,20                            
Bewässerung   4,44 4,87                       87,87
 

Elbe Pegel in Dresden. In der letzten Aprildekade sank der Pegel erstmals unter 1 Meter in diesem Jahr. Am 23. Mai erreichte der Pegel den vorläufigen Tiefststand mit 63 Zentimeter. Am 11. Juni überschritt der Pegel wieder die 100 Zentimeter.. Die hohen Niederschläge in Tschechien am dritten Juniwochenende ließen den Pegel in Dresden bis zum 23. Juni auf 335 Zentimeter ansteigen. Im Juli sank der Pegel wieder langsam, um Ende Juli wieder unter 1 Meter zu fallen. Der vorläufige Tiefststand war am 2. August mit 68 Zentimeter, um dann bis 7. August wieder auf 182 Zentimeter anzusteigen.

 
Befallsdruck. Erst Ende Juli baute sich etwas Druck durch Oidium auf, dem begegnet werden konnte.

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